Mein Wiking Boot

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AMGSven
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Mein Wiking Boot

Beitrag von AMGSven » Fr 18. Sep 2020, 17:02

Hallo Leute, ich möchte mich kurz vorstellen, mein Name ist Sven Henrich, ich komme aus Mülheim an der Ruhr und bin 41 Jahre alt.
Ich habe mir ein schönes gebrauchtes Wiking Boot mit 20 PS Außenborder von Yamaha und Trailer gekauft. Das Boot ist Baujahr 1981. Vorab möchte ich Euch sagen, daß ich ziemlich neu in der Materie bin.
Ich habe folgendes Problem:
Der Vorbesitzer hat wohl mal den Spiegel getauscht oder lackiert, daher befindet sich leider kein Typenschild mehr darauf! Ich habe zwar die Bootszulassung, aber da steht leider nicht der Modelname, nur daß es aus Hypalon besteht....
Ich würde gerne wissen, um welches Model es sich genau handelt und hätte gerne die technischen Daten, zulässige Motorleistung, zulässiges Motorgewicht etc.

Es ist 4,10 lang und 1,80m breit, und es ist in der Zulassung ein 50PS Mercury eingetragen!

Nach meinen Recherchen im Netz müsste es sich um ein Komet GTS 410 handeln....

Demnach könnte ich laut den Wiking Modeldaten auf Wikipedia bis zu 70 PS montieren mit einem maximalen Motorgewicht von etwas über 90kg!

Möchte den größten Motor, der möglich ist....

Wäre sehr nett, wenn Ihr Euch mal die Fotos anschauen könntet und mir weitere Infos über mein Boot geben könntet! Außerdem bräuchte ich noch ein paar Tips zwecks Zubehör....
Ich hätte sehr gerne ein Verdeck, damit man nicht nur bei Sonnenschein fahren kann, habe im Netz leider Schwierigkeiten eins zu finden, weil ich auch keinen Hersteller weiß! Des Weiteren würde ich auch sehr gerne eine Stromversorgung mit einer Autobatterie und ein paar Instrumente, wie z.B. Tacho, Drezahlmesser, Tankanzeige etc. in die Instrumententafel einbauen....

Ihr seid Profis in dem Thema und könnt mir bestimmt den ein oder anderen Tip oder Ratschlag geben.....

Für Eure Hilfe möchte ich mich Voraus bedanken und wünsche Euch ein schönes Wochenende😉👍🏼
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Stefan
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Re: Mein Wiking Boot

Beitrag von Stefan » Sa 19. Sep 2020, 04:04

Hallo Sven,
Zunächst mal herzlich willkommen und viel Spaß hier.

Bei Deinem Modell könnte es sich aber vielleicht auch um einen Seetörn handeln. Auf den Bildern erkennt man die Baunummer vorne am Bug. Wenn ich das richtig erkannt habe müsste das die 19473 sein. Unser User Helge hat eine Liste aus der hervorgeht um welchen Typ es sich handelt und ggf. auch weitere Angaben wie Bj. und Baustoff. Du kannst ihn ja auch direkt mal anschreiben, er ist nicht jeden Tag hier online.

Eine Batterie zu verbauen ist kein Hexenwerk wenn man eine ordentliche Absicherung vorsieht und die Batterie passend im Boot sichert. Ob man diese auch mit dem Motor laden kann hängt vom Modell ab, so wie man aber erkennt steht da ggf. noch eine Änderung an...

Es könnte sein das ich von meinem vorherigen Boot noch ein Kajütdach habe man müsste aber prüfen ob das passt. Was ich aber nicht mehr habe sind die Gestängeteile. Diese halte ich aber für nachbaubar oder man kauft sich einen Nachbau als s.g. Biminiverdeck aus dem Zubehörbereich. Da gibt es verschiedene Hersteller. Bei Wiking ist da leider nix mehr machbar die Werft ist nicht mehr existent und alle „übrig“ gebliebenen Teile sind quasi weg. An der Stelle wo die Werft gestanden hat, kann man nun ein Haus bauen....

Gruß Stefan
Lebt eure Träume so lange es geht und freut euch über die Gesundheit solange sie noch da ist. Wenn sie nicht mehr da ist wisst ihr was euch fehlt.

AMGSven
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Re: Mein Wiking Boot

Beitrag von AMGSven » Sa 19. Sep 2020, 15:28

Hallo Stefan, vielen Dank für Deine Antwort...
Von den Maßen her gibt es nur die beiden Möglichkeiten Seetörn oder Komet GTS....
Das sind die einzigen beiden Modelle, die 4,10m lang und 1,80 breit waren....
Der Unterschied liegt wohl Hauptsächlich im Gewicht der Boote, das Seetörn wiegt etwas über 140kg und erlaubt maximal 70PS und das Komet etwas über 100kg mit maximal 60PS...

Ich habe auf jeden Fall Interesse an Deinem Kajütdach, wäre toll, wenn das mit einem Bikimi Gestänge passen würde...

Ich werde den Helge zwecks genaueren Infos dann mal anschreiben....

Vielen Dank und ein schönes Wochenende...
Gruß Sven

Helge
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Re: Mein Wiking Boot

Beitrag von Helge » Mo 21. Sep 2020, 11:32

Hallo Sven,
Dein Wiking mit der SN 19473 ist in meinen Unterlagen sowohl als Komet GTS und als auch als Seetörn aufgeführt (vermutlich Doku-Fehler der WIKING-WERFT); und, wie schon geschrieben, ist es Baujahr 1981.
Beide Bootstypen aus Baujahr 1981 sind bis 70PS zugelassen, und haben bis auf das Leergewicht gleiche Daten: 640kg Nutzlast, 5,5Personen, Schlauch Hypalon mit Durchmesser 45cm.

Hinweis: Es gibt auch ein "Komet GTS Spezial", das wurde aber nur bis 1980 gebaut und dieses war "nur" bis 60PS zugelassen.
Gruß Helge

AMGSven
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Re: Mein Wiking Boot

Beitrag von AMGSven » Mo 21. Sep 2020, 16:17

Hallo Helge,vielen Dank für die Info‘s, das hilft mir sehr.....
Könntest Du mir vielleicht auch sagen, ob laut Wiking für mein Boot ein Lang- oder Kurzschaftmotor zu verwenden ist? Oberkante Spiegel bis Unterkante Rumpf habe ich 53cm gemessen, meines Wissens nach braucht man ab 51cm einen Langschaft?

Vielen Dank nochmal und Gruß
Sven

Librion
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Re: Mein Wiking Boot

Beitrag von Librion » Mo 21. Sep 2020, 18:03

Sven,

stell doch mal ein Bild von der Heckansicht ein( Heck + Yamaha) und eines vom Heckspiegel. Der Heckspiegel scheint nicht original zu sein. Heckspiegel und Holzsitzbank schauen Marke Eigenbau zu sein.

Bevor Du zu viel in einen neuen gebr. Motor investiert, solltest Du Dir mal den Bootsboden( Hypalon ) genauer ansehen. Diese wurden gerne mal porös. Dann hilft nur noch eine Erneuerung und die liegt bei ca. 2000€.
.

AMGSven
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Re: Mein Wiking Boot

Beitrag von AMGSven » Mo 21. Sep 2020, 20:36

Hallo,
Danke erstmal für Deinen Hinweis, die Sitzbank ist auf jeden Fall Marke Eigenbau, aber ziemlich gemütlich und gar nicht schlecht gemacht, mit Stauraumkiste, die werde ich einmal neu überstreichen und gut ist....

Dahinter baue ich entweder eine 2.Sitzbank oder ich montiere Einzelsitze, mal sehen.....

Der Heckspiegel wurde auf jeden Fall in irgendeiner Weise verändert, da das Typenschild fehlt, und das Holz im Bereich der „Motoraufnahme“ mit Edelstahlblechen verkleidet/verstärkt wurde....

Und der Heckspiegel von außen betrachtet ist auch das Einzige, was porös oder rissig ist, den muß ich wohl früher oder später instandsetzen, ansonsten weißt der Bootsrumpf allerdings keinerlei Risse auf!
Ich habe das Boot auch beim Kauf auf Dichtigkeit geprüft, es dringt absolut kein Wasser ein.....

Von Oberkante Heckspiegel bis zur Antikavitationsplatte des Yamaha Motors habe ich heute 43cm gemessen, das ist ein sehr komisches Maß, da nach meinen Recherchen ein Kurzschaft ca 38cm und ein Langschaft ca 51cm haben soll....

Was ist das für ein Motor?

Na ja, da ich bei meinem Boot von der Oberkante des Heckspiegels bis zur Unterkante Kiel 52cm gemessen habe, benötige ich wohl definitiv einen Langschaftmotor, was mich aber nicht schockiert, da ich beim Kauf des Bootes schon den Austausch gegen einen leistungsstärkeren Motor eingeplant habe.....

Fotos folgen....
Danke und Gruß
Sven
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Librion
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Re: Mein Wiking Boot

Beitrag von Librion » Mo 21. Sep 2020, 21:36

So wie es aussicht hat der Vorbesitzer den originalen Kurzschaftspiegel( mittels einen Einsatz in der Mitte ) auf einen Langschaftspiegel umgebaut.
In der Langschaftversion schwabbt nicht so schnell Wasser ins Boot.

In der 50 - 70 PS Klasse findet man sehr selten gebr. 2- takter; da wesentlich mehr LS als KS verkauft wurden. Auch heutzutage werden wesentlich mehr 4 takter( ab 40 PS ) in der Langschaftversion verkauft als Kurzschafter.
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AMGSven
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Re: Mein Wiking Boot

Beitrag von AMGSven » Mo 21. Sep 2020, 22:52

Ich danke Dir für die Infos, wieder was dazu gelernt....

Das da was am Spiegel verändert wurde, hab ich mir gedacht, aber jetzt hab ich auch ne Erklärung dafür, klingt einleuchtend....

Und das weniger Wasser ins Boot gelangt und die Verfügbarkeit von "Langschaftern" deutlich besser ist, ist ja ein klarer Vorteil für mich jetzt....

Würdest Du mir zu einem Motor mit oder ohne Powertrimm raten?

Danke und Gruß
Sven

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